Der Traum vom Orient

Die Türkenoper ist ein Genre, das aus dem spätbarocken und klassischen Musikschaffen nicht weg zu denken ist. Doch die europäische Version vom Leben am Sultanshof pendelt stets zwischen der Darstellung machtgieriger, blutrünstiger Herrscher und der schwül-erotischen Atmosphäre des Harems. Es ist also nicht nur an der Zeit, das Genre neu zu definieren, sondern die Welt des Serail einmal so zu zeigen, wie sie wirklich war. In verschiedenen Opernszenen, die nach dem Prinzip des barocken Pasticcio konzipiert sind, nimmt das Pera Ensemble das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in neue (Klang-)Welten voller Leidenschaft, Hingabe, Liebe und dem Streben nach Macht. Die musikalische Umsetzung erfolgt abseits der ausgetretenen Pfade von Turkomanie und Exotismen. Durch die kongeniale Verbindung von westlicher Barockmusik und klassischer türkischer Kunstmusik wird hier das aus dem 18. Jahrhundert bekannte Konzept des ästhetischen Schocks für ein weltoffenes Publikum von heute aufbereitet.

All diese Opern mit türkischen Motiven, Geschichten und Turquerien haben oft einen Sultan als Vorbild oder Held.

Schätze vergessener oder verlorener Musik aus dem Barock werden in diesem Programm mit eine CD und Videomitschnitten vorgestellt. Viele der Werke werden als Neueinspielungen den Zuhörer begeistern und neue Klangwelten eröffnen.

32 Musiker aus Deutschland, Italien, Spanien, Russland, Mongolei und der Türkei werden bei diesem einzigartigen Projekt mitwirken.
Solisten:

Marie Sophie Pollak – Sopran
Laila Salome Fischer – Mezzosopran
Gerald Thompson – Countertenor
Jorge Morata – Tenor

musikalische Leitung Mehmet C. Yeşilçay

 

 

Gefördert von der Bundesregierung im Rahmen Neustart Kultur.

 

 

Marie Sophie Pollak - Sopran
Marie Sophie Pollak - Sopran
Laila Salome Fischer - Mezzo
Nicholas Tamagna - Counter
Jorge Juan Morata - Tenor