Barock Musik ist in der Beschaffenheit durch das Prinzip des Continuospiels freier als Musik, das in den folgenden Epochen komponiert wurde. Hier gibt es Raum für Ornamentik, Phrasierungen und Improvisationen. Speziell in den Kantaten und Instrumentalwerken des Frühbarocks sind diese Elemente viel stärker vorhanden. Ab der Wiener Klassik verschwindet die verzierende Improvisation und die exakte Notation, die den Interpreten genau vorschreibt, wie die Musik aufzuführen ist gewinnt an Bedeutung.

Ab dem 20. Jahrhundert mit dem Entstehen von neuen Musikrichtungen, wie dem Blues und Jazz kommen neu Varianten der Harmonik, Rhythmik und Improvisationstechniken, die jedoch nicht ausnotiert sind. Im modernen Jazz, wo man sich mehr von der klassischen Harmonik entfernt und modale Improvisationen mehr Raum für den Solisten lassen, entstehen im Lauf der Zeit zahlreiche Fusionen und Weiterentwicklungen im, die bis heute andauern. So wie der vom französischen Pianisten Jacques Loussier entwickelte Stil „Baroque Jazz“, der Kompositionen von Johann Sebastian Bach bearbeitet.

BAROQUE MEETS JAZZ

Wir verbinden nicht nur Barock mit Jazz, sondern verwenden auch neue Elemente aus der elektronischen Musik und HipHop. Ein Jazz Quartett trifft auf Barockstreicher, Theorbe, Colascione und einen DJ. Die Sopranistin Francesca Lombardi Mazzulli, die auf Barockmusik spezialisiert ist und in diesem Musikbereich, weltweit eine steile Kariere begonnen hat und feste Solistin des Pera Ensembles ist, gibt dieser Fusion den notwendigen touch. 

Eine neue Klangkultur, die Gestern, Heute und Morgen miteinander in einer Symbiose verbindet. Ausgeklügelte Arrangements mit vielen Facetten des Jazz, sowie eine Mischung von sphärischen Klängen, filigranem Swing, elektronischen DJ Einwürfen und barocken Melodien. Improvisation zu einer barocken Ciaccona, ein Monteverdi Lamento begleitet mit Jazzharmonien.

No, non fuggire von Scarlatti kraftvoll und leidenschaftlich inszeniert, arrangiert mit modernen Rhythmen und neuen Klängen, oder Monteverdis Lamento della Ninfa, sanft und gefühlvoll begleitet von einem Jazzpiano und barockem Continuospiel. Händels Vo far aus der Oper Rinaldo mit virtuosen Kolleraturen, einer glasklaren Stimme gesungen von Francesca, eingebettet in feurige Jazzlicks.

Wir wollen mit diesem Projekt neue Wege öffnen, um klassische Musik mit Jazz und elektronischen Elementen einem breiten Publikum nahebringen. Beide Musikrichtungen sind leider durch die Pop-Musik verdrängt worden und werden gerade von jungen Hörern nicht wahrgenommen. Moderne Grooves mit virtuoser Begleitung und gefühlvollem und ausdrucksstarken Gesang der Sopranistin entstehen neue moderne Klangwelten, bei denen sicher viele mit dem Finger schnipsen und sicher auch dazu tanzen werden. Keine trockene und langweilige akademische Aufführung; Spielfreude, und Stärken beider Welten als musikalische Symbiose vereinen. Unterhaltung in Klassik und Jazz auf höchstem Niveau: Das ist Baroque `n` Jazz

Natürlich ist das besondere des Pera Ensembles die Verbindung zum Orient. Improvisation nimmt in der orientalischen Musik einen sehr wichtigen Teil ein. Somit ist die musikalische Brücke zum Barock aber besonders zum Jazz geschlagen. Modale hoch virtuose Improvisationen reihen sich in Jazz und Barocklänge ein. 

Ein noch nie gehörtes Klangerlebnis erwartet uns